Und wieder einmal verliere ich alles.
Ein ächzendes Geräusch. Tränen tropfen auf die weißen Fliesen. Zittrig betätige eine dürre Hand aus der jeder Knochen guckt die Klospüllung. Einen bitteren Geschmack im Mund. Kotze an meinem T-Shirt und an meinen Fingern.
Ich wische mir mit dem Handrücken über den Mund, gleite zurück. Mit dem Rücken gegen die Wand. Ich spüre jeden einzelnen Knochen an der kalten Wand. Es stinkt nach Kotze. Ich hab ein Stück kontrolle wieder.
Das klingt nicht glamourös, ich will nicht das es so klingt als wäre es was gutes. Es soll ekelhaft und abstoßend klingen! Es ist ekelhaft und abstoßend.
Ich weiß nicht wie viele Leute die das hier lesen eine Essstörung haben. Oder jemanden kennen, der betroffen ist. Ich werds wohl auch nie erfahren. Leider.
Aber es tut weh. Es tut wieder weh. Es ist mehr als nur ein simpler Schmerz. Es zerstört einen, und doch wird man nicht völlig zerstört. Man ist noch da. Bleibt übrig. Alleine. Und du weißt du bist kaputt, zerbrochen, und damit musst du leben, für immer.