Und wieder einmal verliere ich alles.
Ein ächzendes Geräusch. Tränen tropfen auf die weißen Fliesen. Zittrig betätige eine dürre Hand aus der jeder Knochen guckt die Klospüllung. Einen bitteren Geschmack im Mund. Kotze an meinem T-Shirt und an meinen Fingern.
Ich wische mir mit dem Handrücken über den Mund, gleite zurück. Mit dem Rücken gegen die Wand. Ich spüre jeden einzelnen Knochen an der kalten Wand. Es stinkt nach Kotze. Ich hab ein Stück kontrolle wieder.
Das klingt nicht glamourös, ich will nicht das es so klingt als wäre es was gutes. Es soll ekelhaft und abstoßend klingen! Es ist ekelhaft und abstoßend.
Ich weiß nicht wie viele Leute die das hier lesen eine Essstörung haben. Oder jemanden kennen, der betroffen ist. Ich werds wohl auch nie erfahren. Leider.
Aber es tut weh. Es tut wieder weh. Es ist mehr als nur ein simpler Schmerz. Es zerstört einen, und doch wird man nicht völlig zerstört. Man ist noch da. Bleibt übrig. Alleine. Und du weißt du bist kaputt, zerbrochen, und damit musst du leben, für immer.
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Dienstag, 8. Mai 2012
Montag, 7. Mai 2012
Manchmal mag ich die deutsche Sprache. Nur manchmal. Wenn das Herz mal wieder schwer und die Tränen dick sind. Wenn jedes Wort klingen soll als würde es Tonnen wiegen.
Im englischen geht das nicht. Die Sprache klingt so locker, so optimistisch. Deutsch klingt verbittert, zurrückhaltend und irgendwie traurig. Ob das wohl damit was zu tun hat, wie wir Deutschen sind?
Es gibt so viele Wege etwas auszudrücken. Hunderte, tausende, millarden Wörter. Ich werde niemals jedes Wort kennen. Ich möchte jedes Wort kennen. Ich möchte genau das sagen was ich meine. Nicht ein bisschen, von dem was ich meine. Es soll auch nicht ähnlich sein wie das was ich meine. Es soll das sein, was ich meine.
Damit niemand mich falsch versteht, damit niemand es anders interpretiert. Das alle wissen was ich will.
Und diese Gedanken machen mein Herz wieder schwer und die Tränen dick. Und ich hoffe jedes Wort klingt so, als würde es eine Tonne wiegen, damit jeder versteht was ich meine.
Und nicht nur ein bisschen von dem was ich meine.
Im englischen geht das nicht. Die Sprache klingt so locker, so optimistisch. Deutsch klingt verbittert, zurrückhaltend und irgendwie traurig. Ob das wohl damit was zu tun hat, wie wir Deutschen sind?
Es gibt so viele Wege etwas auszudrücken. Hunderte, tausende, millarden Wörter. Ich werde niemals jedes Wort kennen. Ich möchte jedes Wort kennen. Ich möchte genau das sagen was ich meine. Nicht ein bisschen, von dem was ich meine. Es soll auch nicht ähnlich sein wie das was ich meine. Es soll das sein, was ich meine.
Damit niemand mich falsch versteht, damit niemand es anders interpretiert. Das alle wissen was ich will.
Und diese Gedanken machen mein Herz wieder schwer und die Tränen dick. Und ich hoffe jedes Wort klingt so, als würde es eine Tonne wiegen, damit jeder versteht was ich meine.
Und nicht nur ein bisschen von dem was ich meine.
Manchmal frage ich mich, wie viele der Menschen gebrochene Herzen haben, die täglich an mir vorbei laufen. Wen es am schlimmsten getroffen hat. Richtig zerrissen.
Die mit dem roten Hut?
Der mit dem Anzug?
Vielleicht aber auch mein Spiegelbild in der Glasscheibe. Herzen brechen leise. Und das ist verrückt. Herzen müssten so laut brechen, das die ganze Welt es hört. Das alle es mitbekommen von hier nach Japan und wieder zurück. Herzen sind so wichtig. Wenn ein Knochen bricht, wird er wieder heilen. Aber gibt es eine Garantie dass dein Herz wieder heilen wird? Es gibt gegen alles Tableten, Medikamente. Gegen die schlimsmten Krankheiten. Aber was tut man, wenn dein Herz gebrochen ist? Da hilft kein Aspirin.
Und kein Verband könnte es in dem Moment zusammen halten.
Nicht mal die Hälfte der Leute würde zugeben das ihr Herz gebrochen wurde, denke ich. Aus Stolz. Oder weil ihr Herz immer noch nicht wieder zusammen gewachsen ist. Vielleicht auch beides.
Also, warum brechen Herzen leise, wenn sie so wichtig sind?
Wir schreien uns an, werfen Gegenstände. Beleidigungen fallen. Und dann geht er. Ich auch. Ich halts nicht mehr aus. Wo er hin ist weiß ich nicht. Ob ich mit ihm noch mal reden möchte gerade? Ganz bestimmt nicht. Der Wörter die fielen trafen zu tief und der Stolz, sitzt zu hoch in diesem Moment.
Eine Woche ist es her. Wir hatten keinen Kontakt mehr. Keiner hat gesagt das es aus ist. Aber es scheint auch nicht weiter zu gehen. Für mich ist er nicht erreichbar. Ich habs aber auch nicht so richtig versucht.
Vielleicht reden wir morgen wieder. Vielleicht auch nie.
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